Premieren wohnt immer eine ganz eigene Faszination bei und die Euphorie, die das Internationale Trakehner Bundesturnier im Reiterstadion Hannover bei allen Beteiligten im vergangenen Jahr ausgelöst hatte, setzte hohe Massstäbe. Würde es dem Team um Jürgen Hanke gelingen, auch die zweite Auflage in Hannover zum grossen Trakehner Festival zu machen?
Der Juli 2006 heizte Pferden, Reitern, Veranstaltern und Besuchern massiv ein. Das gefiel all denen, die nicht in schwarz-weiß schwitzen mussten, stellte aber zweifellos erhöhte Anforderungen an alle Akteure. Wieder einmal war das Team um Jürgen Hanke Herzstück der Organisation. Seit Monaten hatten die Verantwortlichen aus dem Zuchtbezirk Niedersachsen Hannover vorbereitet und in punkto Sponsoren-Akquise und Ablauf ein Meisterstück geliefert. Das Turnier schreibt einmal mehr schwarze Zahlen und der Blick auf die Sponsorenliste zeigt, dass sich hier bundesweit Züchter für den Sport mit ihren Pferden einsetzen. Mehr als 40 Prüfungen verteilten sich unter hervorragenden Bedingungen auf drei Tage. Richter und Reiter äußerten sich begeistert; Klaus Balkenhol, der angereist war, um seinen Schützling HERZENSDIEB in Augenschein zu nehmen, lobte eine „tolle Veranstaltung auf einer tollen Anlage“.
Dänischer Abend als nordischer Auftakt
Eine tolle Premiere der internationalen Veranstaltung war die dänische Partnerschaft. Dem Dänischen Trakehner Verband unter der Leitung von Jens Skude verdanken mehr als 160 Gäste ein kulinarisches Erlebnis mit Weltklasse-Niveau. Dänische Köche der Chaîne de Rotisseur mit weltweit höchster Auszeichnung offerierten den Gästen ein Buffet im Zeichen Dänemarks – Auftakt eines langen, fröhlichen Freitagabends.
„In einem Wort: unermüdlich“, so beschrieb Gisela Gunia die Leistung der Turnierhelfer. Gäste und Aktive lobten das Organisationsteam des Turniers, Jürgen Hanke, Erdmuthe Frese Gabi Gosewisch, Gisela Gunia, Gina Hanke, Claudia Mohlfeld, Sabine Oberdieck, Katrin Poll und Dirk Seewald begeistert. 60 kleine und große Helfer waren anhand ihrer blauen Bundesturnier-T-Shirts gut zu erkennen. Einige Protokoll-Kuriere, Wasserträger oder Losverkäufer schlüpften gleich nach dem „Dienst“ in ihre Turnierkleidung und bestritten die Jungzüchterprüfungen. Züchterfrauen hatten drei lange Tage in der Turnierküche die Verpflegung für Helfer und Richter in die Hand genommen und bis zur letzten Minute nette Worte für Groß und Klein. „Eure Helfer sind spitze!“, da waren sich Richter und Reiter einig. Jürgen Hanke betonte, dass die Zuverlässigkeit des Meldestellen-Teams um Silvia Burfeind, Susanne und Ulrich Greinert sowie Christine Krogemann, des Versorgungsteams um Gina Hanke und der guten Seelen der Stallzelte um Claudia Mohlfeld und Erdmuthe Frese ein wesentlicher Erfolgsfaktor war. Der Hitze fiel leider der Aufmarsch aller Helfer zum Opfer – auf diesem Wege noch einmal ein herzliches Dankeschön. Ihr ward unentbehrlich!
Es ist gelungen! Hannover war auch in diesem Jahr ein großes Trakehner Festival – Dank an die Veranstalter und alle Beteiligten: Es war herrlich, dabei zu sein.
Schaufenster in drei Disziplinen
Diverse Höhepunkte und ansprechende Leistungen auf breiter Ebene warben überzeugend für die Trakehner Sportpferde. Einmal mehr fiel die hohe Zahl der gekörten Hengste in den Starterfeldern und den Platzierungen positiv auf.
Nachwuchs für Warendorf
Strahlend zeigte sich bei den dreijährigen Debütanten der Körsieger Herzensdieb. Er hat mit Helen Langehanenberg die passende Reiterin gefunden und überzeugte Richter und Fremdreiter auf ganzer Linie. Herausragend gefiel seine Vorstellung im Galopp. Ihm folgte der in Dänemark gezogene Induc-Sohn HIGGINS mit guten Grundgangarten. Dass beide Junghengste im Schritt an diesen Tagen nicht ihr volles Vermögen zeigten, ist angesichts der ungewohnten Turnieratmosphäre und der Temperaturen verzeihlich. Neun junge Hengste hatten die Reise nach Hannover angetreten. Gehandicapt waren die gekörten CANZLER v. Amatcho und UNION JACK v. Louidor, beide bereits hoch platziert bzw. siegreich und unter Ingo Menze bei jedem ihrer Auftritte eine Augenweide. Leider mussten in Hannover kurzfristig Fremdreiter einspringen, so dass diese zwei sich deutlich unter Wert präsentierten. Elf aus 22 – die Nenn- und Starterzahlen der dreijährigen Stuten und Wallache klafften erheblich auseinander. Aus dem Spitzentrio EICHENBLÜTE v. Ravel, OSKAR v. King Arthur und PENHALIGON v. Latimer werden die beiden erstgenannten Pferde die Trakehner in Warendorf vertreten. Erfreulich stimmt, dass die Richter durchweg akzeptable bis gute Galoppnoten vergaben.
Bei den Vierjährigen starteten 35 Stuten und Wallache, jedoch nur fünf Hengste, davon zwei gekörte. LE ROUGE v. Prét à Porter setzte sich wie im Vorjahr unangefochten an die Spitze. Deutlich positiv entwickelt hat sich im Beritt von Katja Camp der sportliche MAYONG v. Linné. Zu zwei Siegerhengsten als Champions gesellte sich die Siegerstute des Jahres 2005 als Championesse: Die wunderbare Kaiser Wilhelm-Tochter EVIVVA sahen die Richter vor der in diesem Jahr bei den zentralen Eintragungen mit der zweithöchsten Punktzahl überhaupt benoteten ZENITH v. Monteverdi. Die herrliche Schwarzbraune war aus Luxemburg nach Hannover gekommen und bot mit ihrer gefühlvollen Reiterin Kristine Møller eines der harmonischsten Bilder bei den jungen Pferden. Zu gefallen wussten in dieser großen Abteilung auch KASPAAR v. Münchhausen und CARA FINA v. Amatcho. Einen tollen Job leisteten wie im Vorjahr die Fremdreiterinnen Dr. Annette Wyrwoll und Iris Borchers, die sich mit Geschick und Gefühl auf die jungen Championatskandidaten einzustellen wussten.
Tanzstunden auf demViereck
Der Nachwuchs fürs Viereck trat in den Klassen A bis M an, wobei vor allem die Vier- und Fünfjährigen in Kl. A hoffnungsvoll stimmten. Der mächtige gekörte KAROLINGER I v. Hohenstein forderte volle Aufmerksamkeit seiner Reiterin Maike Lühring, um einmal mehr sein Potential für das Große Viereck zu zeigen. Ebenfalls hoch platziert bzw. siegreich waren die bewegungsstarke, schicke Hörsteiner Sixtus-Tochter SINFONIE unter Dorothee Schneider sowie GLORIA v. Monteverdi unter Melanie Sandig. Eine Klasse höher erreichten MILLENIUM v. Hertug unter Kristine Møller und KASTELLAN v. Buddenbrock unter Jürgen Böckmann die Höchstnoten. Platzieren konnten sich in Kl. L ferner die gekörten Hengste Karolinger I, SHAVALOU und INTERCONTI.
Bei den Sechsjährigen in den Dressurpferdeprüfugen Kl. M fielen vor allem zwei Pferde positiv auf: Der diesjährige Champion MON BARON, ein bestechend schöner Sohn des Münchhausen, ästhetisch vorgestellt von Willi Feltes, und der gekörte Friedensfürst-Sohn PATMOS, der sich unter seiner Besitzerin Eva Zieglwalner vielversprechend entwickelt hat. Die schwerste Dressurpferde-Aufgabe mit fliegenden Wechseln auf der Schlangenlinie überforderte die jungen Pferde eindeutig und erwies sich für die Championatsaufgabe nicht als glückliche Wahl.
Ein Wiedersehen gab es mit dem Vorjahres- und Bundeschampion KAISERDOM TSF: Er gehört jetzt „zu den Großen“ und siegte unter Katrin Meyer zu Strohen souverän in der M/A-Dressur.
Andrang in der S-Klasse
Fünf S-Dressuren bis hin zur Inter II boten das Schaufenster der hohen Leistungsklassen. Einen Hattrick mit drei Siegen bei drei Starts sicherte sich KAISERKULT TSF mit Dorothee Schneider. In einer S-Dressur, dem Prix St. Georges und der Inter I-Kür sahen die Richter den Van Deyk-Sohn auf Platz 1. Nicht minder an Dorothee Schneiders derzeitiger Erfolgssträhne beteiligt, verließen auch URSPRUNG TSF und KASPAROV 2 das große Viereck mit Siegen und hohen Platzierungen. Ihre hervorragende Entwicklung bestätigten auch die beiden Nachwuchspferde im Beritt von Peter Koch. Sichtlich gereift präsentierte sich der mächtige Charly Chaplin-Sohn KONRADI, bei jedem Start hoch platziert. Den Vortritt musste der Hengst allerdings zweimal seiner eleganten Stallkollegin AVONI v. Caprimond überlassen. Mit PERON JUNIOR v. Sixtus und BONUS war Pascale Sax aus Luxemburg angereist. Den imposanten Kostolany-Sohn Bonus hatte in der Kür mancher Zuschauer ganz weit vorne gesehen. „Sichere Karten“ für Siege und vordere Plätze in Kl. S sind die bewährten Mackensen-Halbgeschwister der Familie Slotosch, BELLE FLEUR und RONDO CLASSICO, und Katja Camp. Denn so spannend die Auftritte der jeweiligen Newcomer auch sind: Im Leistungssport sollte den Reitern und Pferdebesitzern besondere Achtung zuteil werden, die ihre Pferde über Jahre konstant und gesund im Sport halten. Wie’s geht, zeigt auch Karin Lührs-Kunert, die mit CONTE CONYARO v. Marius und TOPAS v. Napoleon Quatre erfolgreich war. Topas platzierte sich nicht nur in den S-Dressuren, sondern trug auch die kleine Nichte der Reiterin, Ilme Stahnke, durch ihre erste E-Dressur!
Die Auftritte seines Lebens aber hatte ein Gast aus Dänemark: Seine Hoheit KAISER WILHELM. Im Gestüt An der Rabenau von Herbert Schümann gezogen, beim Hengstmarkt prämiert, wird der braune Lehndorff’s-Sohn im Besitz von Nick Elsass von der Niederländerin Anke ter Holt bis Grand Prix gefördert. Der Stolz seines Stalles war in der S-Dressur und im Prix St. Georges hoch platziert. In der abschließenden Inter II stieg die Spannung bei den zahlreichen Gästen aus Dänemark auf den Siedepunkt: die kaiserliche Vorstellung reichte zum Sieg! Dass der sympathische Hengst dann mit seiner Tochter EVVIVA, ihrerseits in niederländischem Besitz und in deutschem Beritt, auch noch die Championesse der Dreijährigen stellte, unterstrich gleichermaßen die Internationalität der Trakehner wie auch die Qualität in Sport und Zucht beim Dänischen Tochterverband.
Väter im Fokus
Waitaki oder Friedensfürst? Vor allem Nachkommen zweier Springvererber lieferten sich spannende Duelle in den Nachwuchs-Parcours. Die Waitaki-Söhne DANTON und DER DÜRER TSF, schön vorgestellt von Bastian Kuckartz, brachten ihrer Züchterin Dr. Mechthild Strümpfel Siege und Platzierungen sowie den Titel des Champions für Der Dürer TSF. Auch der Waitiaki-Sohn WEZAKI überzeugte unter Juliane Rickert hoch platziert in Kl. M. Grand Prix-Star Friedensfürst sorgte mit seinem auffälligen Sohn FIRST FLIGHT, von Fabian Lipsky geschickt pilotiert, für Aufsehen. Mit weiteren Nachwuchspferden bewies der früh eingegangene Elitehengst, dass er Doppelbegabung für große Aufgaben vererbt. Und auch der Springsieger seiner Körung, Schenkendorf, schickte mit AUSTERLITZ einen bereits Springpferde M-siegreichen Sohn ins Geld. Abdullah und sein Sohn Schneesturm TSF stellten in diesem Jahr keinen ganz jungen Nachwuchs im Parcours, waren aber in den Prüfungen der Kl. M und S durch ihre Kinder stets präsent. Die Väter zeigten es ganz deutlich: Springpferde kann man züchten. In den Klassen A, L und M kristallisierten sich Nachwuchstalente heraus, die in den kommenden Jahren für eine sportliche Zukunft gut sind. Manchem Trakehner Springtalent wünscht man im Parcours allerdings einen routinierteren Reiter.
Um Haaresbreite
Das abschließende S-Springen geriet knapp zur Herrenrunde: Die drei Erstplatzierten, allesamt gekörte Hengste, holten in der Hannoveraner Gluthitze jeweils ihre ersten S-Platzierungen: CARUSO NERO siegte unter Andreas Dibowski, auch für den Olympiareiter war es der erste S-Sieg im Springsattel. Der Abdullah-Sohn ALASKATRAUM erreichte unter Fabian Lipsky Platz 2, und der meistbeschäftigte Springreiter der drei Tage saß auch im Sattel des drittplatzierten BEL ESPACE GO v. Maizauber. Den Profis folgte auf dem Fuße die Studentin und erfolgreichste Amazone des Turniers, Franziska Bunte mit Karl-Heinz Schulenburgs Michelangelo-Sohn TEMPICO und dem von ihren Eltern gezogenen POOR GREY v. Almox Prints.
Höhenflüge nach Noten
In den Geländepferdeprüfungen der Kl. A und L griffen die Richter in die Vollen und schwärmten in höchsten Tönen von Galoppiervermögen, Rittigkeit und Übersicht der jungen Pferde: Der Sieger in Kl. A, CANCION v. Kaiserwalzer erhielt die 9,2, gefolgt von TUKAN 4 v. Maserati mit 9,0 und dem gekörten BRIONI v. Friedensfürst mit der Wertnote 8,5. Diese Reihenfolge behielten die vielseitigen Youngster auch in der Kombinierten Prüfung bei, die Kim Yvette Kailing mit ihrem Cancion, der sich auch im Parcours sehr gut gezeigt hatte, gewann.
Auch in Kl. L gab es die 9 für den Geländesieger: NICE CONNECTION v. Preußenprinz und Jarno Debusschere siegten vor Elmar Lesch auf der Bulrush xx-Tochter HANKA und Kai Steffen Meier mit dem Tambour-Sohn TARIM W. Siegreich in der Kombinierten Prüfung und damit Trakehner Geländechampion 2006 war die von Horst Tessner gezogene Halbblutstute Hanka, die sich wenige Tage später für die Bundeschampionate qualifizierte. Nice Connection erreichte in der Kombinierten Prüfung Platz 2 vor dem Sixtus-Sohn KARAT B2 unter Züchtersohn Kai Steffen Meier.
In der Vielseitigkeitsprüfung Kl. L legte Helena Camp mit ihrem Herzzauber-Sohn FLORESCO einen Start-Ziel-Sieg vor. Schöne Bilder zeigten die Platzierten der Prüfung vor allem am Sonntagmorgen auf der Geländestrecke, unter ihnen die ehemaligen Bundeschampionats-Qualifikanten PAR EXCELLENCE v. Partout und ASTRAL SILVER SHADOW v. Preußenprinz.
Keine Spitze ohne Basis
Wer auf dem Bundesturnier dabei sein möchte, muss aktuelle Platzierungen als Qualifikation nachweisen. Wie schwer es vor Ort dann ist, unter bundesweiter Konkurrenz in die Platzierung zu reiten, ist für die Zuschauer kaum wahrnehmbar. Wer mit ein oder zwei Pferden quer durch die Republik tourt, um in Hannover dabei zu sein, gehört nicht in jedem Fall zu den Siegern, wird in den meisten Fällen nicht bis zur Klasse S aufsteigen. Für die „Trakehner Familie“ sind diese Reiter mit ihren Pferden eine Basis, auf die wir stolz sein können. Ihre sportlichen Leistungen, nicht hauptberuflich, sondern oft genug nach Feierabend erarbeitet, ihre Passion für das Trakehner Pferd, und die Freude am jährlichen Wiedersehen beim Bundesturnier sind der Pulsschlag des Turniers. Wo käme Teamgeist und Spaß am Wettkampf besser zum Tragen als in den Mannschaftswettkämpfen? Sieben Dressur- und fünf Springmannschaften wetteiferten in L-Prüfungen um den Sieg. In der Dressur vermochten die Holsteiner unter Leitung von Karin Lührs-Kunert ihre rheinischen Stallzeltkollegen, die drei Mannschaften auf die Beine gestellt hatten, knapp zu schlagen … es heißt, der Sekt auf der Stallgasse wurde reiterlich geteilt. Im Springen siegten die Rheinländer vor der zweiten Mannschaft aus den Neuen Bundesländern.
Das Internationale Trakehner Bundesturnier in Hannover zeigt sich erneut als großes Pferdefest, das es verdient, in die dritte Runde zu gehen. Wir freuen uns jetzt schon auf 2007.
Trakehner Abendsternchen
Als Highlight war sie geplant, die zweite Fohlenauktion im Rahmen des Trakehner Bundesturniers. Erstmals stand der Samstagabend im Zeichen von 25 Spitzenfohlen. Mit Spannung erwartet, stimmungsvoll begleitet und fröhlich befeiert: der Plan ging auf.
Die Sommerauktion erwies sich einmal mehr als hervorragende Vermarktungschance für zeitig geborene Fohlen. Interessante Pedigrees, qualitätsvolle, durchweg gut herausgebrachte Mutterstuten und deren bewegungstarker, charmanter Nachwuchs lockten bereits zur Präsentation am Freitag viel Publikum ans Viereck. Erhard Schulte und Lars Gehrmann wussten die kleinen Auktiöner mit fachlicher Kommentierung ins rechte Licht zu setzen. Und auch nach einem heißen Samstag im Reiterstadion scharrte sich viel Publikum um den auf dem Springplatz mit viel Liebe zum Detail aufgebauten Auktionsring.
Je später der Abend … insbesondere in der zweiten Hälfte des Lots entwickelten sich Bieterduelle. Routiniert und kompetent leiteten Helmar Bescht und sein Team den Ablauf, so dass Auktionator Uwe Heckmann flotter war als die aufziehende Dunkelheit. Den Spitzenpreis erzielte der kleine Karl der Große, Siegerhengstfohlen der Schau auf dem Gestüt Eichenhof, mit 15.000 Euro. Auktionator Uwe Heckmann schlug den im April geborenen Hengst (v. Insterburg aus der Pr.u.St.Pr.St. Kandida IV v. Herzruf) einem Käufer aus Schleswig-Holstein zu. Er stammt aus bester Dressur-Familie aus der Zucht von Bernd Berge, Bielefeld. Zwei weitere Fohlen gingen für stattliche Summen an Käufer aus Schleswig-Holstein: Prince Patmos, dessen Vater Patmos beim Bundesturnier siegreich war, und Sirius, ein weiterer Insterburg-Sohn. Sirius war Siegerfohlen der Hengstklasse beim Westfalen-Championat und stammt ebenso wie Prince Patmos aus einer sporterfolgreichen Mutter. Partystimmung am Rande: Das letzte Fohlen im Ring bekam gleich fünf neue Besitzer und trägt nun den Namen „Hannover 2006“. Eine spontane Entscheidung – oder Partylaune – einer Züchtergruppe aus Niedersachsen. Wir sind gespannt auf den weiteren Werdegang des Hengstfohlens…
Die abendliche Open Air-Auktion bescherte den Züchtern einen Durchschnittspreis von 5.812 Euro und der veranstaltenden Trakehner Gesellschaft einen Gesamtumsatz von 139.500 Euro. „Der Durchschnitt lag etwas höher als im vergangenen Jahr, obwohl wir vier Fohlen mehr im Angebot hatten“, sagte Geschäftsführer Lars Gehrmann, „unter den Käufern waren Hengstaufzüchter und Ausbilder, aber auch Züchter, die sich guten weiblichen Nachwuchs aus interessanten Blutlinien für ihre Zucht sicherten.“ IE/GG/ES
SUMMARY:
Again the international Trakehner show under saddle, held at the Hanover Reiterstadion for the second time, proved to be a true horse festival. Trakehner sport horses from all over Germany, Denmark, and Luxembourg competed in dressage, show jumping and cross-country. In conformity with and due to the results achieved, the overall mood was very good. Friday night was highlighted by a get-together and hospitality organised by this year´s partner country, the Trakehner friends from Denmark, and everybody was in high spirits owing to the first-rate Danish buffet. The foal auction was held on Saturday night and the atmosphere was merry when 23 selected foals had been sold to their new owners. Riders, breeders, and guests unanimously agreed that the trip to Hanover had been worthwhile.



