Freitag, 18. Mai 2012
 


Andrea Fischer-Brügge ist neue Bundesjugendbeauftragte

Bei großen und kleineren Jung-Elchen ist sie längst bekannt und beliebt: Andrea Fischer-Brügge wurde kürzlich vom Gesamtvorstand des Trakehner Verbands zur Bundesjugendbeauftragten ernannt. Vielseitige Jugendarbeit für die Trakehner lautet ihr Ziel, doch lest selbst … und seid bei der nächsten Gelegenheit mit von der Partie!

DER TRAKEHNER: Liebe Frau Fischer-Brügge, herzlichen Glückwunsch zum Amt der Trakehner Jugendbeauftragten. Was ist Ihnen an der Jugendarbeit besonders wichtig?
Andrea Fischer-Brügge: Bei der Jugendarbeit sollten Teamgeist, Spaß am Pferd, Reiten und Jungzüchterarbeit voranstehen. Aus dieser Basis muss dann bei einigen der Wille zum Wettkampf und Erfolg wachsen; aber nie auf Kosten der anderen oder der Pferde. Ganz wichtig ist mir, zu vermitteln, dass das Pferd Partner und Lebewesen ist, nie Sportgerät.

DT: „Networking“ ist auch in der Jugendarbeit ein zentrales Stichwort …
AFB:
… auf jeden Fall! Die Arbeit kann man nicht allein, auch nicht zu zweit oder zu dritt umsetzten. Die Mitglieder beziehungsweise Jugendbeauftragten der Zuchtbezirke müssen auch mitziehen.

DT: Wie kamen Sie selbst denn zur Trakehner Jugendarbeit?
AFB:
Kennengelernt habe ich die Jugendarbeit durch Gina Hanke, als meine Kinder aktiv dabei waren. Sie hat hohe Maßstäbe gesetzt und die Jungzüchter gingen für „ihre Gina“ „durchs Feuer“. Weiterführen möchte ich auch die Ideen von Ulrike Sahm, der ich zwei Jahre geholfen habe. Die Jungzüchterreisen werden wir ganz sicher beibehalten.

DT: Was macht Ihnen im Umgang mit jungen Menschen und Pferden besonders viel Spaß?
AFB:
Das große Spektrum der Anforderungen. Einige Jugendliche wollen „nur“ mitmachen, andere wollen auf jeden Fall gewinnen, zur DM oder WM. Aber alle sollen sich in der Gruppe wohlfühlen, ich will auch allen gerecht werden. Auch die Altersspanne von 12 -25 Jahren braucht Toleranz.

DT: Wen möchten Sie erreichen und als Aktive gewinnen?
AFB:
Alle, vom Ponykind im Reitverein ohne Bezug zum Trakehner Verband bis  zum Züchterkind, das, seit es denken kann, Trakehner um sich hatte.

DT: Sehen Sie die Jugendarbeit als reine Jungzüchterarbeit oder auch für reitende Junioren?
AFB:
Auf jeden Fall beides. Ich hoffe, dass es im nächsten Jahr in Hannover auch eine A-Ebene geben wird.

DT: So ein bisschen Schwellenangst hält sicher doch einige Interessierte ab – wie wollen Sie neue Aktive gewinnen?
AFB:
Durch viele persönliche Gespräche mit Jugendlichen und Eltern, Pferdebesitzern und Jugendbeauftragten.

DT: Sie planen die Trakehner Jugendarbeit künftig im Team, gemeinsam mit Theresa Fischer und Manfred Holl. Haben Sie eine Art Aufgabenteilung vorgesehen oder wird es eher regionale Gruppen geben?
AFB:
Jeder von uns hat andere Schwerpunkte, das wird aber wohl weniger nach außen dringen.

DT: Gibt es schon konkrete Pläne - Was werden Sie als erstes anpacken?
AFB:
Unser Jahresplan sagt ja schon einiges aus. Ganz obenan steht auch die Verbesserung der Kommunikation. Da wird Theresa Fischer sehr aktiv sein – ein großes Dankeschön schon einmal im Vorwege!

DT: Was haben Sie auf längere Sicht vor?
AFB:
Langfristig möchten wir auch die Trakehner Tochterverbände durch Reisen und Einladungen mit einbinden.

DT: Was können wir Trakehner den großen Zuchtverbänden, die zum einen ganz andere Mittel haben, zum anderen regional konzentriert arbeiten, im Bundesvergleich entgegensetzen?
AFB:
Gerade der zahlenmäßig kleine Zuchtverband  ist die Chance: So gibt es kaum Anonymität, man lernt sich kennen, wird vertraut und engagiert sich.

DT: Das Trakehner Problem der weiten Wege spielt ja im Vergleich zu anderen Zuchtverbänden auch in der Jungzüchterarbeit eine Rolle – wie wollen Sie damit umgehen?
AFB:
Wie jeder bei uns im Verband: durch viele Autofahrten. Man muss reisefreudig sein … Ich möchte auch versuchen, die Veranstaltungen geografisch gerecht zu verteilen.

DT: Wie sollen die Informationswege künftig aussehen?
AFB:
Wichtig sind immer die persönlichen Kontakte, der Austausch mit den Jugendbeauftragten, die Aktualität im Internet und die Nutzung unserer Seite/n in „Der Trakehner“.

Herzlichen Dank für das Gespräch und alles Gute und viel Freude als Jugendbeauftragte!

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