Freitag, 18. Mai 2012
 


Der dritte Platz im CIC*** Schenefeld am letzten Augustwochenende brachte Kai-Steffen Meier und TSF Karascada M nicht nur die Bronzemedaille bei der Deutschen Meisterschaft der Vielseitigkeitsreiter, sondern gleichzeitig erstmals die Nominierung für die deutsche Mannschaft für die Europameisterschaften in Fontainebleau im September 2009.

 
Ein Erfolg, der für den jungen Profi selbst an diesem Wochenende fast überraschend kam. War er doch in erster Linie nach Schenefeld gefahren, um sich und seine Erfolgsstute nach seiner Verletzung als topfit zu präsentieren. Nun, das ist ihm gelungen. Schon in der Dressur konnten die beiden zeigen, was Zuhause klappt und auf Turnieren so manches Mal durch die Nerven der drahtigen Heraldik xx-Tochter vereitelt wird: 50,0 Punkte gab es für die Vorstellung auf dem Viereck, bei der sich Karascada, die den Stallnamen „Nina“ trägt, gelassen und konzentriert zeigte. Das, so sollte sich später zeigen, blieb auch an entscheidender Stelle nicht unbemerkt. An die Spitze des Feldes setzte sich zunächst Dirk Schrade mit Gadget de la Cere (37,40 Punkte) ganz knapp vor Ingrid Klimke mit Abraxxas FRH (37,60 Punkte).

Das Gelände am Klövensteen, am westlichen Stadtrand Hamburgs, auch in diesem Jahr von Hinrich Groth aufgebaut, erwies sich als sehr selektiv. Hier sorgten die Trakehner Stute und ihr Reiter für Aufsehen: Den beiden gelang die zweitschnellste Runde im Cross (7:12), so dass eine DM-Medaille in Reichweite rückte. Die 12-jährige Karascada schien mit den Anforderungen zu spielen, die beiden nahmen konsequent den direkten Weg und rückten auf Platz 3 vor. Das gute Gefühl, das der Reiter auf der Strecke hatte, muss auch nach außen offensichtlich gewesen sein: Für die Runde mit nur 2 Sekunden Zeitüberschreitung erhielt Kai-Steffen Meier am Turniersonntag den Stilpreis. Ingrid Klimke übernahm nach einem Sturz von Dirk Schrade die Führung, die sie auch im Springen beibehalten sollte und trotz eines Abwurfs im Parcours am Sonntag mit ihrem vierten Sieg in einer Deutschen Meisterschaft der Vielseitigkeitsreiter nach 1999, 2000 und 2001 krönte. Auf Platz 9 ritt Elmar Lesch den bewährten Suchard-Sohn FINCH HATTON TSF, der nach Platz 18 in der Dressur (59,60) ebenfalls eine Geländerunde ohne Hindernisfehler vorlegte und leider im abschließenden Springen neben zwei Abwürfen noch Punkte für Zeitüberschreitung kassierte.

Im Anschluss an die Siegerehrung wurde das deutsche Team für Fontainebleau nominiert. Es sind in alphabetischer Reihenfolge: Andreas Dibowski (Egestorf) mit Euroridings Butts Leon, Michael Jung mit La Biostetique Sam, Ingrid Klimke mit FRH Butts Abraxxas, Kai-Steffen Meier mit TSF Karascada M, Frank Ostholt (Warendorf) mit Air Jordan und Dirk Schrade mit Gadget de la Cere und King Artus. Erster Ersatzreiter ist Peter Thomsen (Lindewitt) mit the Ghost of Hamish, weitere Ersatzpferde sind FRH Fantasia (Dibowski) und Parko. „Es war eine einstimmige, einhellige Entscheidung“, sagte der DOKR-Ausschussvorsitzende Holger Heigel. „Bei Kai-Steffen Meier fiel die Entscheidung aufgrund seiner Steigerung in der Dressur und seiner Perspektive in Richtung WM Kentucky 2010“, erklärte Bundestrainer Hans Melzer, der zudem darauf hinwies, dass die DM in Schenefeld keine EM-Qualifikation war, sondern als dritte Sichtung zur Formüberprüfung der Pferde diente.                         IE

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