Donnerstag, 16. August 2018
 


Erfolgreiche Trakehner Hengstschau


 

Adorator, das Multitalent: In Polen gezogen, in Deutschland gekört, unter Jens Hoffrogge CIC1* Sieger und im Parcours M-platziert, stellte er bei der Trakehner Hengstschau erstmals unter Beatrice Buchwald sein Dressurtalent unter Beweis. (Foto: Dr. Peter Richterich)

Im Februar fand im Westfälischen Pferdezentrum Münster-Handorf die 20. Trakehner Hengstschau statt, organisiert vom Trakehner Verband und dem Zuchtbezirk Westfalen.

Mehr als 30 Trakehner Hengste warben um die Gunst der Züchter. Modernes Bewegungspotenzial in Kombination mit abgeklärter Coolness kennzeichnete die Auftritte der Jüngsten und bei den heranwachsenden und älteren Jahrgängen ließ sich der Ausbildungsfortschritt bis hin zur schweren Klasse verfolgen. Die Dressuraspiranten wussten mit genetischer Diversität zu punkten. So war der seinerzeitige Weltranglisten-Erste, Gribaldi, mit diversen Söhnen, Enkeln und Urenkeln vertreten, unter ihnen der bereits S-siegreiche HERAKLES. Gefallen konnten Söhne des seinerzeitigen Reservesiegers Herbstkönig wie auch Vertreter der begehrten Linie des Hohenstein-Caprimond, auf S-Niveau vertreten durch den charmanten Rapphengst WINDSOR. Der große Hörsteiner Vererber Sixtus war ebenfalls allgegenwärtig: bei den Dressurpferden über die Väter Axis, Imperio und SCHWARZGOLD, der auch selbst eine Kostprobe schwerer Lektionen gab, vertreten, ebenso wie bei den Springpferden über HIRTENTANZ und seine Söhne und Enkel.

Gelungen zeigten sich zehn springorientierte Hengste, deren Anpaarung in der Mehrheit die Vielseitigkeit zum Ziel haben dürfte. So war Championatsreiter Kai-Steffen Meier mit gleich drei im Busch bereits international erfolgreichen Hengsten aus dem belgischen Arville angereist. Mit dem CIC-erfolgreichen Asagao xx und dem in Frankreich in schweren Springen siegreichen Anglo-Araber Nathan de la Tour AA war sportlich geprüftes Spezialblut am Start und der in Polen gezogene Trakehner Schimmelhengst ADORATOR, sechsjährig CIC*-siegreich und im Parcours M-platziert, debütierte unter Beatrice Buchwald mit einem viel beachteten Auftritt als Dressurtalent.

Emotionale Momente brachte das Wiedersehen mit dem seinerzeitigen Siegerhengst und internationalen Grand Prix Sieger MÜNCHHAUSEN, 23-jährig und sprühend vor Leben, wie auch die Verabschiedung des vielfach S-siegreichen KAROLINGER I aus dem Sport.

Verabschiedet hatte sich auch der „Vater“ der großen Trakehner Hengstschau: Dr. Hans-H. Becker hatte im Vorjahr sein Amt des Zuchtbezirksvorsitzenden in jüngere Hände weitergereicht und das neue Team unter Leitung von Dieter und Gaby Pothen bestand an diesem eisigen Wochenende seine Feuertaufe. Eine Premiere, die genauso gut gelang wie der vorgeschaltete, ausverkaufte Züchterabend mit spannender Podiumsdiskussion zum Thema „Aktueller Einfluss von Spezialblut auf die Zucht von Vielseitigkeitspferden“. Auf dem Podium diskutierten Dr. Annette Wyrwoll, Olympiateilnehmerin, Aktiven-Sprecherin und Mitglied der Trakehner Sportkommission, Elmar Lesch, erfolgreicher Vielseitigkeitsreiter, Initiator der Top-Eventers Auktion und Trakehner Körkommissar, Martin Plewa, Reitmeister, ehemaliger Bundestrainer der Vielseitigkeitsreiter, internationaler Turnierrichter sowie Lars Gehrmann, Zuchtleiter und Geschäftsführer des Trakehner Verbandes.




 
 
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