Donnerstag, 14. Dezember 2017
 


Sieger von außergewöhnlicher Qualität: Kaiser Milton


 

Trakehner Siegerhengst 2017 - Kaiser Milton v. Millennium-Van Deyk (Foto: Stefan Lafrentz)

(Neumünster) Sieben prämierte Trakehner Hengste paradierten auf im Rund der Holstenhallen von Neumünster, einer überstrahlte alle: Kaiser Milton v. Millennium-Van Deyk. Der dunkelbraune Strahlemann aus der Zucht von A.J.M. aan de Stegge, Niederlande und dem Besitz  von J.P. Dalsem, Niederlande, bewegte sich nicht nur mit besonderer Qualität, locker, losgelassen und kraftvoll abfußend, er machte auch einen guten Sprung und bewies an allen vier Tagen ein hervorragendes Interieur. Seine Abstammung ist erlesen: Mutter Kaiser’s Els ist Vollschwester zu den hocherfolgreichen Vollbrüdern Kaiserkult TSF (Dorothee Schneider) und Kaiserdom TSF (Katrin Meyer zu Strohen). Zuchtleiter Lars Gehrmann lobte: „Kaiser Milton war der Edelste unter den Edlen. Er versprühte eine Typbrillanz wie kein Zweiter.“ In der anschließenden Auktion sicherte sich der Klosterhof Medingen den Trakehner Siegerhengst 2017 für 320.000 Euro.

Zum ersten Reservesieger proklamierte die Körkommission Sir Picasso v. Distelzar-Pretty Dancer (Z.: Charlotte Vogel, Schweiz, B.: BG Charlotte Vogel und Bernhard Langels, Schweiz). „Er ist das bedeutende Modell eines sportlichen Junghengstes, immer geschlossen, immer Haltung annehmend, ein Hengst mit ganz viel Potenzial.“ Der Hengst stand nicht zum Verkauf. United Affair v. Herbstkönig-Sixtus (ZG Thönsen, Rantzau, B.: Konsortium Cava, Kisdorf) avancierte zum zweiten Reservesieger. „Dieser Hengst besticht mit einer beeindruckenden Doppelveranlagung, wie man sie selten sieht“, so Lars Gehrmann. Für 100.000 Euro fand United Affair eine neue Heimat in Hamburg. Insgesamt erzielten die 13 gekörten Hengste einen Durchschnittspreis von 64.181,81 Euro. Der erste Vorsitzende des Trakehner Verbandes Dr. Norbert Camp äußerte sich zufrieden: „Wir haben eine gelungene Veranstaltung erlebt, gute Preise erzielt und ich denke, die Züchter sind motiviert nach Hause gefahren und haben gesagt: Ja, ich bin beim richtigen Verband.“

Stuten und Fohlen
Zur Preisspitze im Lot der Stuten trabte die hochdekorierte Krishna v. Elfado-Ivernel (Z. u. B.: Gestüt Tasdorf). Die typstarke Braune wurde erst am Vortag zur Jahressiegerstute gekürt und hat nun für 60.000 Euro eine neue Heimat in Österreich gefunden. Im Schnitt wurden 26.814,28 Euro für die sieben Stuten bezahlt.

Bei den Fohlen war Helia v. Helium (Z. u. B.: Jürgen Altmiks, Sylt) teuerste Offerte: Die dunkelbraune Tänzerin wurde für 20.000 Euro nach Österreich verkauft. Noch teurer war der erstmals bei einer deutschen Verbandsauktion versteigerte Embryo von Freiherr von Stein aus der Zikade. Diese wertvolle Anpaarung sicherten sich Kunden aus Österreich für 24.000 Euro. Durchschnittlich legten Kunden aus sechs Nationen 10.718,75 Euro für die Fohlen an. Im Finale des TSF-Dressurchampionats stand Sidney Bay v. Axis-Kostolany mit Nuno Palma E Santos mit 74,350 Prozent an der Spitze.




 
 
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